Die Ernährung unserer Hunde

Wir sind der Meinung, dass das Beste für unsere Hunde gerade gut genug ist!!!
Daher versuchen wir, unsere beiden Ridgebacks mit einer möglichst artgerechten und zusatzfreien Fütterung zu ernähren.
Denn wie schon der Vorfahre unserer Hunde, der Wolf, gehört der Haushund zur Gruppe der Carnivora (Fleischfresser).
Wobei der Wolf kein - wie heute noch oft angenommen- reiner Fleischfresser ist. Neben den Beutetieren fressen Wölfe auch Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten, Obst und Kräuter.
Daher ist es nicht immer einfach, diese Art der Fütterung möglichst naturnah "nach zu armen". Hinzu kommt, dass es auch relativ zeitaufwendig ist, das Futter immer frisch zu zubereiten und es ist durchaus auch etwas teurer, als normales Fertigfutter, da wir unseren Hunden immer Fleisch in Lebensmittelqualität füttern.
Ich zähle mich nicht zu den BARFern, die in den letzten Jahren geradezu aus dem Boden geschossen sind und für sich das alleinige Wissen um die artgerechte Fütterung eines Hundes für sich beanspruchen.
Ich versuche vielmehr meine Hunde abwechslungsreich, möglichst naturbelassen und ausgewogen zu ernähren. Dazu zählt für mich eine Fütterung die hauptsächlich auf rohem Fleisch und Knochen basiert, sowie aus etwas Gemüse, Obst und auf Getreide wird am besten komplett verzichtet.
Dazu kommen verschiedene Ergänzungsfuttermittel, wie Mineralien, Vitamine, Öle und viele andere gesunde Dinge wie z.B. Algen, Muschelmehl, Hagebuttenpulver als Vitamin C Quelle u.v.m. , die ich ergänzend ins Futter gebe. Um hier keine Fehler durch Über- oder Unterdosierung zu machen, habe ich einmalig den Bedarf meiner Hunde ausgerechnet, um ein Gefühl dafür zu haben, was sie tatsächlich an Mengen dieser Stoffe benötigen. Nun füttere ich nicht täglich nach Vorlage eines Futterplans und wiege alles auf das Milligramm genau ab. Das mache ich nach Gefühl und meine Hunde beweisen mir täglich durch ihr glänzendes Fell und ihre hohe Aktivität und körperliche Fitness, dass es ihnen wirklich „glänzend“ geht!
Leider wird man als Hundebesitzer immer wieder von den unterschiedlichsten Seiten verunsichert, meistens natürlich von der Futtermittelindustrie, dass man alleine nicht in der Lage ist, seinen Hund gesund und ausgewogen zu ernähren. Man will ihm klarmachen, dass der Hund jeden Tag seine genauen Nährstoffe, Vitamine etc. benötigt, da es ansonsten aufgrund einer angeblichen unausgewogenen Ernährung zu Mangelerscheinungen kommt.
Ja, natürlich braucht der Hund eine ausgewogene Ernährung, allerdings wird diese ausgewogene Ernährung in Fachkreisen eher über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen gesehen. Das heißt, dass die Mahlzeiten die der Hund über einem Zeitraum von 4 Wochen bekommt, ausgewogen sein sollen.
Daher sollte man sich ruhig zutrauen, seinen Vierbeiner richtig ernähren zu können!!!
Wir selbst ernähren uns und unsere Kinder doch auch nicht nach einem strickten Ernährungsplan, der täglich exakt die gleichen Mengen von allen benötigten Vitaminen in Milligramm vorschreibt.
Wir Menschen haben gelernt uns gesund zu ernähren und essen auch nicht jeden Tag DAS perfekt ausgewogene Fertiggericht aus der Dose.
Trotzdem kommt es einmal vor, dass die Zeit durch den Alltag knapp ist, wir im Urlaub oder mit unseren Hunden auf Ausstellungen sind. Dann wird es mit der Rohfütterung allerdings etwas komplizierter.
Anfangs habe ich immer eine Kühlbox mit Fleisch mitgenommen, da hatten wir nur einen Hund. Mit zwei grossen Hunden kann es dann eng werden, die beiden fressen schon so einiges weg.
Ich hatte daraufhin verschiedene hochwertige Trockenfutter ausprobiert und war immer vor der Schwierigkeit gestanden, die Hunde vor und nach Ausstellungen auf das Trockenfutter um zu stellen und dann wieder auf Rohfütterung.
Das war nicht einfach, da es hier oft zu Fehlgärungen, sprich Blähungen gekommen ist. Das resultierte daraus, dass in den meisten Fertigfutterprodukten ein hoher Anteil an Getreide vorhanden ist, auch in vielen sog. Premiumprodukten. Ein hoher Getreideanteil verbunden mit Fleisch verursacht diese Blähungen, da Fleisch wesentlich schneller vom Hund verdaut wird als Getreide, das eine längere Verweildauer im Darm hat. Also suchte ich nach einem hochwertigen Fertigfutter, das möglichst kein Getreide enthält.
Nun schwöre ich auf das kanadische Futter von Orijen, das 70% Fleisch in Lebensmittelqualität enthält und 30% Obst und Gemüse und 0% Getreide.
Jetzt muss ich keinen einzigen Tag mehr mit komplizierter Futterumstellung zubringen. Ich füttere mein rohes Fleisch und Gemüse etc. und am Wochenende auf Ausstellungen nehme ich das Orijen Trockenfutter mit.
Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass diese Art der Fütterung für mich und meine Hunde die idealste Methode ist. Für ein anderes Mensch-Hunde-Gespann kann dies wieder ganz anders aussehen. Daher empfehle ich jedem verantwortungsbewussten Hundehalter, sich eingehend mit den Bedürfnissen seines Vierbeiners auseinander zu setzten, um für ihn die bestmögliche Fütterungsart zu finden.
Hier noch einige interessante Links zu den Themen BARF und Ernährung:
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